Regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien im Landkreis

Die regionale Wertschöpfung wird als die „Schöpfung“ ökonomischer Werte auf kommunaler Ebene definiert. In dem im Klimaschutzkonzept betrachteten Kontext des Energieverbrauchs spielt die regionale Wertschöpfung eine große Rolle. Jedoch wird oft gerade beim Energieverbrauch lokal wenig Wert geschöpft, da die Energie größtenteils von außen in die Region eingekauft wird. Im Bau von erneuerbaren Energieanlagen, im Schöpfen regionaler Ressourcen wie Restholz aus Wald oder anderen Reststoffen, sowie in der energetischen Ertüchtigung der Haushalte (Gebäudesanierung, Effizienzmaßnahmen) verbergen sich große Potenziale, regional Wert zu schöpfen und die Region und den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts wurden die momentan generierten Wertschöpfungseffekte aus erneuerbaren Energien berechnet (Ist-Zustand 2013). Außerdem wurde die zukünftige Wertschöpfung aus den in den drei Szenarien geplanten erneuerbaren Energieanlagen abgeschätzt.
Im Landkreis wurden 2013 insgesamt mehr als 5,09 Millionen € an regionaler Wertschöpfung generiert und etwa 15 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. Dies entspricht fast 40 € pro Einwohner im Landkreis, 3,8 €/EW bei den Einkommen, 29,5 €/EW an Unternehmensgewinnen und 6,4 €/EW Steuern an die Kommunen. Die Wertschöpfungseffekte variieren entsprechend den Anlagen zwischen den Kommunen (Abb. 7). Im Schnitt konnten 1,7 t CO2äqu./EW durch erneuerbare Energieanlagen eingespart werden.

 

Abb. 7: Regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien in den Kommunen 2013. Dargestellt ist die regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energieanlagen je Einwohner in den Kommunen und im Landkreis Heidenheim 2013. Die Wertschöpfung setzt sich zusammen aus Einkommenseffekten, Unternehmensgewinnen und Steuern, die an die Kommunen gezahlt werden.

Abb. 7: Regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien in den Kommunen 2013. Dargestellt ist die regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energieanlagen je Einwohner in den Kommunen und im Landkreis Heidenheim 2013. Die Wertschöpfung setzt sich zusammen aus Einkommenseffekten, Unternehmensgewinnen und Steuern, die an die Kommunen gezahlt werden.

 

 

Auf Basis der Ausbauziele erneuerbarer Energien in den Szenarien wurden die möglichen Wertschöpfungseffekte bis 2025 und 2050 abgeschätzt (Abb. 8):

  • Im Referenzszenario könnte die regionale Wertschöpfung im Landkreis von 5,1 über 8,2 (2025) auf 11,3 Millionen Euro im Jahr 2050 gesteigert werden. Hierbei könnten 12 Arbeitsplätze im Landkreis geschaffen werden. 2050 könnten damit jährlich 3 t CO2äqu./EW eingespart werden. Die steuerlichen Einnahmen der Kommunen könnten von 6 auf 15 €/EW steigen.
  • Im moderaten Szenario könnte die Wertschöpfung von 5,1 über 10,1 (2025) auf 14,2 Millionen € pro Jahr in 2050 gesteigert werden. Hierbei könnten weitere 20 Arbeitsplätze im Landkreis geschaffen werden. Die Kommunen könnten die steuerlichen Einnahmen von 6 auf 19 €/EW steigern.
  • Im Klimaschutzszenario könnte die Wertschöpfung von 5,1 über 12,5 (2025) auf 28,9 Millionen € pro Jahr in 2050 gesteigert werden. Es könnten 46 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden und die Kommunen könnten die steuerlichen Einnahmen von 6 auf 37 €/EW steigern.

 

Abb. 8: Regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien in den Szenarien. Dargestellt ist die regionale Wertschöpfung in den 3 Szenarien für die Jahre 2013, 2025 und 2050 in €. Für jedes Jahr ist die Wertschöpfung dargestellt, die über Einkommen, Unternehmensgewinne und die Steuern an die Kommunen generiert wird.

Abb. 8: Regionale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien in den Szenarien. Dargestellt ist die regionale Wertschöpfung in den 3 Szenarien für die Jahre 2013, 2025 und 2050 in €. Für jedes Jahr ist die Wertschöpfung dargestellt, die über Einkommen, Unternehmensgewinne und die Steuern an die Kommunen generiert wird.