Endenergieverbrauch im Landkreis 2013 nach Sektoren und Energieträgern

Der Endenergieverbrauch betrug 2013 im Landkreis Heidenheim 4.680 GWh. Pro Einwohner waren dies 36,6 MWh . Der durchschnittliche Endenergieverbrauch pro Person in Baden-Württemberg lag 2013 mit 27,6 MWh deutlich unter diesem Wert. Der Endenergieverbrauch pro Einwohner insgesamt und aufgeteilt in die Energieformen Strom, Wärme und Verkehr/Mobilität variiert zwischen den Kommunen stark (Abb. 1).

 

Abb. 1: Endenergieverbrauch pro Einwohner 2013. Dargestellt sind die Endenergieverbräuche in Form von Strom, Wärme und Mobilität in kWh pro Einwohner im Jahr 2013 für Baden-Württemberg, den Landkreis und die Kommunen des Landkreises Heidenheim.

 

Auch aufgeteilt in die Verbrauchssektoren unterscheidet sich der Endenergieverbrauch im Landkreis anders vom durchschnittlichen Verbrauch in Baden-Württemberg. Der Sektor „Industrie“ hat im Gesamtverbrauch mit 39,7 % und 1.858 GWh den höchsten Anteil. Gefolgt von den „privaten Haushalten“ (1.187 GWh), dem „Verkehr“ (1.042 GWh), dem Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD, 524 GWh) und den Kommunen mit den kommunalen Liegenschaften (62 GWh) und der Straßenbeleuchtung (7,5 GWh). In Baden-Württemberg ist die Verteilung dahin gehend, dass fast 30 % in den privaten Haushalten ebenso wie im Verkehrsbereich verbraucht werden, jedoch nur etwa 22 % im Sektor „Industrie“. Die Energieverbräuche des Landkreis Heidenheim im Sektor „Industrie“ sind demnach überdurchschnittlich hoch (Abb. 2).

Auch die Aufteilung in die Energieformen Strom mit 21 %, Wärme mit 57 % und Verkehr mit 22 % unterscheidet sich von der des Landes Baden-Württemberg erheblich. Hier wurden 2013 24 % Strom, 47 % Wärme und 29 % Energie im Verkehr verbraucht.

Diese Aufteilung spiegelt sich auch in den verwendeten Energieträgern wieder (Abb. 2). Erdgas war 2013 mit fast 29 % der am meisten verbrauchte Energieträger. Der Landkreis lag damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 21,5 %. Die Kraftstoffe für den Verkehrsbereich mit 22,3 % und der Strombedarf mit 20,9 % haben hingegen einen geringeren Anteil als im Landesdurchschnitt (29,4 % und 23,8 %). Auch der Heizölverbrauch lag mit 5,5 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 12,6 %. Einen erheblich größeren Anteil an der Endenergiebereitstellung haben dafür erneuerbare Energiequellen zur Wärmebereitstellung wie Holz oder Pellets mit 16,7 %. Im Land Baden-Württemberg betrug dieser Anteil nur etwa 7 %. Zusätzlich werden erneuerbare Energien, meist in KWK-Anlagen, zur Fernwärmeerzeugung eingesetzt. 4,7 % der Wärme im Landkreis werden über Fernwärme bereitgestellt, davon werden über 85 % durch erneuerbare Energieträger erzeugt. Weitere Energieträger sind Kohle sowie Sonstige. Die jeweiligen Anteile sind gering und entsprechen in etwa dem Landesdurchschnitt.

 

Abb. 2: Gesamtübersicht über den Endenergieverbrauch im Landkreis 2013. Dargestellt sind die Endenergieverbräuche in den Sektoren aufgeschlüsselt nach Energieträgern. Im Energieträger Fernwärme sind 85 % erneuerbare Energien enthalten. Der Sektor „Gewerbe und Sonstiges“ beinhaltet unter anderem auch die Straßenbeleuchtung der Kommunen, die etwa 7,5 GWh bzw. 0,16 % des Gesamtverbrauchs ausmacht. Der Sektor „Kommunale Liegenschaften“ beinhaltet die Verbräuche der öffentlichen Gebäude. Der jeweilige Anteil der Sektoren bzw. der Anteil der Energieträger am Gesamtverbrauch wird in % dargestellt.

Abb. 2: Gesamtübersicht über den Endenergieverbrauch im Landkreis 2013. Dargestellt sind die Endenergieverbräuche in den Sektoren aufgeschlüsselt nach Energieträgern. Im Energieträger Fernwärme sind 85 % erneuerbare Energien enthalten. Der Sektor „Gewerbe und Sonstiges“ beinhaltet unter anderem auch die Straßenbeleuchtung der Kommunen, die etwa 7,5 GWh bzw. 0,16 % des Gesamtverbrauchs ausmacht. Der Sektor „Kommunale Liegenschaften“ beinhaltet die Verbräuche der öffentlichen Gebäude. Der jeweilige Anteil der Sektoren bzw. der Anteil der Energieträger am Gesamtverbrauch wird in % dargestellt.